Ultimative Tipps für die Reisefotografie (Teil I)

Reisefotografie

Die große Urlaubszeit steht vor der Tür und sicherlich sind die meisten schon am Planen. Die Fotobegeisterten möchten hier natürlich die schönste Jahreszeit in Bildern auch festhalten.

Aber was muss man hier alles beachten? 

Wie kann man seine Kreativität mit minimalem Equipment umsetzen?

 

Vor der Reise (Reiseplanung)

Ich persönlich habe mich schon bei vielen Reiseplanungen im WWW schlau gemacht. Hier erfährt man so manche „Geheimtipps“. Ok….wenn diese im Netz diskutiert werden, sind sie ja nicht mehr soooo geheim.
Aber als Inspiration kann man schon den einen oder anderen Hinweis nutzen.

Der traditionelle Reiseführer aus dem Buchhandel kann einem natürlich auch für die Reiseplanung unterstützen. Hier sollte man darauf achten, dass es eine aktuelle Ausgabe ist, um nicht vor Ort vor einem geschlossenen Restaurant zu stehen, das dort empfohlen wird. Ideal sind die, bei denen eine Stadt- und/oder Landkarte inbegriffen sind.

In der Zeit der „Smartphone-Manie“ gibt es auch einige Reiseapps, die genützt werden können. Manche bieten sehr nützliche Tipps, die einem vor Ort das Reisen erleichtern. Z.B. Navigation zur nächsten Sehenswürdigkeit.

Man muss für sich entscheiden, welche Art einem persönlich liegt. Evtl. ist eine Kombination recht sinnvoll.

Hat man sich nun für sein Traumziel entschieden und wurde soweit Hotel, Flug, Transfer, etc. gebucht geht‘s an die Überlegung, was möchte man eigentlich fotografieren?!?

Überlegt Euch hierbei, was gibt es besonderes an dem Reiseziel?
Welche interessante Locations gibt es zu entdecken?
Findet evtl. eine landestypische Veranstaltung zur persönlichen Reisezeit statt?

Denkt Euch evtl. ein Thema aus, das Ihr festhalten möchtet. Interessant sind immer die einheimischen Menschen. Ein Thema wäre hier z.B. das Straßenleben in der Stadt xy. So habt Ihr schon eine tolle Story, die sicherlich noch nicht von vielen festgehalten wurde.

Schreibt in ein kleines Notizbuch rein, welche Orte Ihr besuchen möchtet und nehmt dieses auf Eure Reise mit. Und macht einen groben Plan, welches Thema Ihr dort umsetzen möchtet. Aber bitte keine stundengenaue Planung. Es ist noch immer Euer Urlaub, an dem Ihr Euch auch entspannen solltet. Die Inspiration vor Ort ist nicht zu vernachlässigen 😉

 

Wie viel Equipment ist nötig?

Hier gilt eine einfache Regel: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.
Denkt daran, dass Ihr Eure Ausrüstung die ganze Zeit mittragen müsst. Und hat man einen riesigen Fotorucksack, wird das ganze Unternehmen schnell zur Tortur.

Ich habe schon selbst gemerkt, wenn ich eine kleine Ausrüstung mitnehme, bin ich freier und kreativer. Mit ist nicht mehr das schwere Equipment im Weg. Somit kann man sich voll und ganz auf den Urlaubsort und seine Kreativität konzentrieren.

 

Kamera

Je weniger an Gewicht Ihr herumtragen müsst, desto eher nehmt Ihr sie bei jeder Gelegenheit mit. Und das ist gerade im Urlaub super interessant.

Hier ist evtl. eine spiegellose Kamera zu bevorzugen .
Über deren Vorteile habe ich schon hier berichtet.

Es kommt natürlich auch immer auf die persönliche Anforderung/Qualität der Bilder darauf an, welchen Kameratyp man bevorzugt. Dem einen reicht eine Kompaktkamera, der andere wiederum möchte auf seine Spiegelreflexkamera nicht verzichten.

 

Batteriegriff

Wer an seiner Kamera üblicherweise mit einem Batteriegriff arbeitet kann diesen getrost zu Hause lassen. Der wird häufig bei einer Spiegelreflexkamera eingesetzt.
Es erspart Gewicht und man kommt die wenigen Tage/Wochen auch ohne sehr gut zurecht. Ist evtl. eine kurze Umstellung, aber umsetzbar.
Euren Ersatzakku steckt Ihr lieber in die Hosentasche oder in den Rucksack.

 

Objektive

Sicherlich möchte man so schöne Fotos schießen wie zu Hause. Aber macht Abstriche, wenn Ihr ein großes Equipment habt. Z.B. Festbrennweiten eindeutig zu Hause lassen. Da habt Ihr mehr Möglichkeiten mit einem Zoomobjektiv. Hier hängt es von Eurem eigenen Stil ab, welcher Typ Ihr seid. Fotografiert Ihr mehr im Zoom- oder mehr im Weitwinkelbereich? Dementsprechend fällt dann die Wahl auf ein bis zwei Objektive.

 

Filter

Dann empfehle ich noch einen guten Polarfilter. Vor allem, wenn Ihr in Länder reist, in denen die Sonneneinstrahlung sehr intensiv ist. Hier kann ich eine Empfehlung für B&W und Hoya aussprechen. Die sind zwar nicht gerade günstig, aber in ihrer Qualität nicht zu schlagen. Was nützt es Euch auf ein teures Objektiv einen Billig-Filter draufzuschrauben? Gar nichts….die Qualität wird immer durch das erste Glas bestimmt, durch das die Fotos aufgenommen werden bzw. das Licht fällt.

Ein Graufilter ist evtl. auch eine Option, falls man bei sehr hellem Licht mit Offenblende arbeiten möchte. Beachtet aber, wenn Ihr einen Polfilter einsetzt, dass dieser auch ca. eine Blendenstufe von Eurer ursprünglichen Belichtung „wegnimmt“! Dann lieber mit einem Polfilter zwecks Kontrastverstärkung der Bilder arbeiten, als mit einem Graufilter. Denn dieser ist neutral in der Farbgebung und filtert sozusagen nur das Licht heraus.

Bei Landschaftsaufnahmen ist öfters ein Grauverlaufsfilter sinnvoll. Mit diesem kann ein gewisser Bereich abgedunkelt werden. Somit erhält man z.B. in dem Himmel/Wolken noch schöne Zeichnungen und die Landschaft wird „normal“ belichtet.

Hier kann ich das System von Cokin sehr empfehlen.

 

Stativ

Hier ist meine klare Empfehlung: Lasst es zu Hause. Es ist zu schwer und Ihr setzt es bestimmt nicht häufig genug ein, damit sich die Schlepperei lohnt.

Aber was macht man bei Nachtaufnahmen oder wenn man eine längere Belichtungszeit hat?

Als Alternative kann man auch zu einem kleinen Reise- oder Ministativ greifen. Fast jeder Stativhersteller hat eines oder mehrere im Angebot. Hier entscheidet wieder letztendlich der eigene Geldbeutel und Anspruch.

Hier einige Beispiele:

Eine weitere Möglichkeit wäre, dass man einen s.g. Bohnensack einsetzt.
Dabei wird die Kamera fix drauf befestigt und man kann ihn fast überall hinlegen. Ein sehr großer Vorteil von ihm ist auch, dass er in jede Fototasche gesteckt werden kann, da sich seine Form auf Grund der Füllung sehr gut anpassen kann.

Achtet also beim Kauf darauf, dass er nicht zu flach ist.

 

Fernauslöser

Für Nacht- und Langzeitaufnahmen ist dieses Tool zu empfehlen. Man kann je nach Marke und Typ diverse Einstellungen äußerst bequem vornehmen. Und vom Gewicht her kann ein Fernauslöser auch fast vernachlässigt werden.

Sie gibt es in verschiedenen Ausführungen:

  • Kabel
  • Infrarot
  • Bluetooth

Hierbei muss natürlich der Kameratyp beachtet werden, damit der entsprechende Fernauslöser verwendet werden kann.

 

Blitz

Ausnahmsweise empfehle ich in diesem Fall den integrierten Kamerablitz und keinen Aufsteckblitz. Er kommt sicherlich auch sehr wenig bis überhaupt nicht zum Einsatz. Ich kann hier nur aus persönlicher Erfahrung sprechen.

Wenn ihr blitzen müsst, dann regelt den internen Blitz ein bisschen runter, damit er nur eine Aufhellfunktion hat und Euer Motiv nicht platt blitzt. Somit habt Ihr eine Backup-Lösung für schlechte Lichtsituationen.

 

Speicherkarten

Heutzutage sind die Kosten für Speicherkarten fast zu vernachlässigen. Nehmt also genügend davon mit. Wenn Ihr im Notfall vor Ort welche kaufen müsst, sind diese evtl. sehr teuer oder Plagiate, die nix taugen. Ich empfehle hierbei eher mehr Speicherkarten mit weniger Kapazität zu verwenden, als wenige, die eine hohe Speicherkapazität haben.

Warum? Ihr minimiert das Risiko von Datenverlust und Ärger. Im worst case habt Ihr dann evtl. eine 8GB Speicherkarte verloren, als eine mit 32GB, auf der alle Urlaubsbilder gespeichert sind. Somit sind nicht alle Urlaubsbilder verloren.

 

Ladekabel

In der digitalen Fotografie ist es leider notwendig, dass ab und zu die Akkus aufgeladen werden müssen. Somit dürfen auch Eure Ladekabel und Akku-Ladegeräte nicht fehlen.

Und was ganz wichtig ist: Je nach Reiseland benötigt Ihr evtl. einen Steckdosenadapter! Also vorher im Reiseführer oder Netz nachlesen, welche Stromversorgung bzw. Steckdose vor Ort vorhanden ist.

 

To be continued…

….so nun habt Ihr Eure Reisevorbereitung getroffen und habt das Equipment zusammengestellt.
Wie es nun weiter geht und was noch alles beachtet werden muss, könnt Ihr im nächsten Artikel lesen.
Es folgen noch jede Menge Tipps, die Ihr im Urlaubsziel gebrauchen könnt und auf was geachtet werden soll, wenn man wieder zu Hause zurück ist.

In diesem Sinne schon mal frohes Planen 😉


 

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