Ultimative Tipps für die Reisefotografie (Teil II)

Reisefotografie Teil II

Im letzten Beitrag habe ich Euch ein paar Tipps für Eure Ausrüstung gegeben. Nun geht es aber los in den Urlaub. Auch hier gibt es einiges für den ambitionierte Urlaubsfotografen zu beachten.

Mit diesen Tricks und Kniffs seid Ihr gewappnet, damit Ihr eine lange Freude an Euren Urlaubsbilder habt.

 

Ein-/Abreise

Gut gelaunt und bestens vorbereitet kann die schönste Jahreszeit beginnen.

Es kann vorkommen, dass Ihr evtl. später bei der Rückreise am Zoll bezüglich Eurer Ausrüstung angesprochen werdet.
Gerade, wenn sie noch neuwertig ist kann es den Eindruck erwecken, dass Ihr das Equipment günstig im Urlaubsland eingekauft habt. Somit wäre dann theoretisch Zollgebühren + die Mehrwertsteuer von Deutschland fällig.
Habt Ihr allerdings eine Kopie Eurer Rechnung dabei könnt ihr diese lässig dem Zoll präsentieren, falls diese danach fragen.

 

Vor Ort im Urlaubsland

Endlich….man ist angekommen. Man hat evtl. einen 11h Flug hinter sich und freut sich wie Schmitz Katze. Das Adrenalin ist am Anschlag und man ist ganz hippelig und aufgeregt.

Kennt doch jeder oder? Bevor Ihr aber nun gleich die Kamera in die Hand nehmt, akklimatisiert Euch erst einmal. Nehmt Impressionen auf und verarbeitet sie erst mal. Vor allem wenn man in ein Land reist, in dem man noch nie war. Man wird im wahrsten Sinne des Wortes von den ganzen Impressionen erschlagen. Alles neu, alles so fremd, alles so geheimnisvoll. Eine Reizüberflutung ist hierbei nicht selten.

Habt Ihr Euch nun ein bisschen orientiert und wisst soweit, wie Ihr am Urlaubsort zurecht kommt, fängt der Spass erst richtig an. Nehmt Euren Plan her (den Ihr schon im Voraus zu Hause vorbereitet habt) und setzt ihn um. Möchtet Ihr nun unbedingt ein alt bekanntes Motiv ablichten, das es schon zigfach auf Postkarten gibt? Eher nicht oder? Man möchte doch schon ein einzigartiges Bild schießen und nicht dem Mainstream folgen 😉

Dann versucht doch mal folgendes:
Wählt einen anderen Blickwinkel, legt Euch auf den Boden, kniet hin, geht ganz nah ran, etc. Wenn Ihr an keine Reisegruppe gebunden seid, bei der man an diesen Plätzen nur so vorbeifliegt, dann nehmt Euch Zeit. Lauft herum, schaut Euch alles genau an.

Mein ultimativer Tipp: Erkundet Gegenden, die abseits von den typischen Touripfaden sind. Warum?

  1. Ihr vermeidet die z.T. extremen Menschenmengen
  2. Eure Bilder entsprechen nicht dem Klischee bzw. sehen nicht aus wie zig andere im Netz oder auf den Postkarten
  3. Euer Neugier wird geweckt
  4. Ihr habt einzigartige Erlebnisse, über die Ihr berichten könnt

Lasst das Ganze zu einem riesen Abenteuer werden. Eure Intuition ist der beste Reiseleiter. Egal, ob man sich verläuft. Man findet immer wieder ins Hotel zurück. Viele Wege führen bekannterweise nach Rom.

Oft entdeckt man auch krasse Gegensätze zwischen den typischen Orten und den etwas abseits gelegenen. Ich habe so was auf jeden Fall noch nie auf einer Postkarte gesehen.
Lasst Euch nicht vom Klischee leiten. Seht das Land in Euren Augen und so, wie Ihr es in Erinnerung behalten möchtet.

Hier kann man dann auch landestypische Motive finden. Bindet die Einheimischen und/oder die traditionellen Architekturen mit ein. Aber bitte zuerst fragen oder andeuten, ob Ihr sie fotografieren dürft. In vielen Ländern sind die Menschen sehr nett und lassen sich gerne fotografieren. Und wer weis, ob Ihr so ein einmaliges Portrait je wieder schießen könnt!?!

Vor allem gilt oberstes Gebot:
Protzt nicht mit Eurer Ausrüstung rum. Verwendet am besten einen Fotorucksack bzw. -Tasche die nicht danach aussieht. Je unauffälliger man sich verhält, desto entspannter kann man fotografieren. Und lasst nicht typisch Touri die Kamera um den Hals baumeln. Nehmt sie aus der Tasche, macht Eure Fotos und verstaut sie wieder. Es gibt sehr viele Reiseländer, wo sehr viel arme Menschen wohnen. Und überall gibt es Kriminalität. Und warum soll man das Schicksal herausfordern?

 

Andere Länder, andere Religionen

Vorsicht ist in einigen Ländern geboten wie dem Islam. Hier dürfen z.B. die verschleierten Frauen nicht fotografiert werden.

Es ist auch zu respektieren, wenn ein Fotografierverbot in Tempeln herrscht. Dies kann u.a. in Thailand vorkommen.

Vor allem sollte man sich daran halten, wenn es evtl. Kleidungsvorschriften gibt oder man in Einrichtungen nur ohne Schuhe reingehen darf. Je unauffälliger man sich verhält, desto eher wird man nicht als der typische Touri abgestempelt.

Um hier nicht vor Ort ins Fettnäpfchen zu treten oder sogar mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen, gehören diese Informationen zu Eurer Reisevorbereitung und deren Recherche.

 

Militär/Polizei

Militärische oder polizeiliche Einrichtungen dürfen auch in den meisten Ländern nicht fotografiert werden. Und wenn sie noch so exotisch und interessant aussehen. Riskiert hier lieber nicht Euren Urlaub bzw, Fotokamera, die die Vertreter des Gesetzes evtl. in Beschlag nehmen.
Etwas anderes ist sicherlich ein netter Straßenpolizist. Der lässt sich sicherlich in Pose fotografieren, wenn man ihn nett fragt.

 

Klima/Wetter

Im Allgemeinen sollte man nach einem langen Tag die Kamera und Objektive mit einem weichen Tuch (z.B. Mikrofasertuch) abwischen. So kann man Staub, Fingerabdrücke, Schweiß, etc. entfernen.
Um die Kamera gegen Sand und vor allem gegen Salzwasser zu schützen, genügt ein primitiver Plastikbeutel. Am Boden aufschneiden, so dass gerade das Objektiv durchgesteckt werden kann und den Rest über die komplette Kamera stülpen. Evtl. dann noch mit ein paar Gummis sichern und man braucht sich wegen Spritzwasser keine Gedanken mehr zu machen. Das man die Ausrüstung nicht direkt in den Sand legen soll braucht man eigentlich nicht zu erwähnen.

Ansonsten sind die heutigen digitalen Spiegelreflexkameras so robust gebaut, dass sowohl Hitze, als auch Kälte nicht schadet.

 

Zurück zu Hause

Ist man wieder mit vollen Speicherkarten zu Hause angekommen, beginnt die eigentliche Arbeit.
Angefangen vom Archivieren der Bilder, bis zur Bearbeitung der Favoriten.

Hierbei auch wieder darauf achten, dass Ihr alle Bilder in einer zweifachen Ausführen sichert. Wie im Urlaub, so ist auch zu Hause die Gefahr von einem Datenverlust. Und nichts ist ärgerlicher, als dass alle oder zumindest einige Bilder nicht mehr zu retten sind.

Bevor Ihr aber Eure Auswahl trefft, lasst am besten die Fotos einige Tage oder sogar Wochen liegen. Ihr seid noch gar nicht richtig zu Hause mit dem Kopf und könnt so die Einzigartigkeit mancher Bilder vielleicht gar nicht so schätzen. Evtl. ist auch noch die Reizüberflutung so stark, dass Ihr noch keinen klaren Gedanken fassen könnt. Somit kann man auch nicht seine Bilder neutral bewerten.

Mit einem klaren Kopf sieht man das aus einem ganz anderen Blickwinkel. Es kommt oft vor, dass man das eine oder andere Bild anfangs gar nicht so toll findet. Aber nach einer Weile merkt man, dass es doch ein gelungenes Foto geworden ist.

Und druckt Eure Bilder aus, macht Fotoalben. Ihr werdet sehen, dass die Printversion Eurer Bilder einen komplett anderen Eindruck machen, als nur auf dem Monitor. Was gibt es schöneres, als ein tolles Urlaubsbild, das man selbst erstellt hat, letztendlich an der Wand hängt?!?

 

Fazit

Das waren nun jede Menge brauchbare Tipps für Euren nächsten Urlaub.
Somit seid Ihr gerüstet, um entspannter die schönste Jahreszeit zu genießen und diese festzuhalten.

Nun wünsche ich Euch eine tolle Urlaubszeit und grandiose Bilder 🙂


 

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