Spiegelungen als kreatives Mittel nutzen

Damit ein Bild interessant und spannend wirkt gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine hiervon sind Spiegelungen.

Als Fotograf ist man doch immer auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Bild. Hierzu sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, um sich von der Masse abzuheben.

Ein sehr schönes und effektives Hilfsmittel sind hierbei die Spiegelungen. Egal, ob sich ein Objekt in einer Pfütze spiegelt, in einem See oder Fluss, an einem Schaufenster, etc.

Aber warum ist für uns gerade dieser Effekt so interessant?

Unsere Wahrnehmung von der Umwelt ist nicht darauf „programmiert“, das was man sieht, doppelt vorkommt. Das Einzige, was wir kennen, ist unser eigenes Spiegelbild morgens im Bad. Ansonsten es es doch eher unnatürlich, wenn gleiche Dinge doppelt zu sehen sind. Somit kann doch ein sehr gewöhnliches Objekt (wie z.B. ein Haus) sehr interessant und aufregend wirken.

 

Spannung

Spannung wird bei einem Foto benötigt, damit es interessant wirkt. Der Betrachter sollte nach Möglichkeit länger als 3 Sekunden mit den Augen auf dem Bild verweilen. Das ist im Groben die allgemeine Faustregel. Somit ist dann eine grundsätzliche Voraussetzung gegeben:

Das Interesse des Betrachters ist geweckt.

Eine Spannung entsteht dann, wenn wir ein Bild betrachten und unser Auge hin- und her wandert. Es ist nicht nur ein flüchtiger Blick, sondern man verweilt eine Weile, um die Aufnahme zu verstehen.

Allerdings ist es bei manchen Spiegelbilder nicht einfach zu unterscheiden, was das reale Objekt ist und welches die Spiegelung. Aber das ist ja auch nicht schlimm. Vielleicht will das der Fotograf explizit so ausdrücken!?!
Und im Grunde genommen ist eine Offensichtlichkeit langweilig und kontraproduktiv.

Spannung entsteht, wenn das eigene Interesse geweckt wird. Man beschäftigt sich mit dem Bild. Die Motivation, die Fotografie zu verstehen, steigt.

 

Stil

Spiegelung ist auch ein Stil.
Durch sie kann durch geschickte Komposition das Auge auf ein Hauptobjekt in der Fotografie gelenkt werden. Der Blick des Betrachters wird gesteuert und von den Randobjekten zum Hauptobjekt geführt.

Anhand dieser Linienführung zieht man die Aufmerksamkeit zum eigentlichen Highlight des Bildes. Die weniger interessanten Objekte sind allerdings nicht zu vernachlässigen. Sie unterstützen dabei den Blick zum Wesentlichen zu führen.

Hier gilt es dann in der Komposition diese so geschickt zu platzieren, dass eine Art Grenze oder Rahmen entsteht. Den Beschnitt sollte man dann nicht zu eng wählen. Ansonsten gibt es keine klare Abgrenzung zwischen den Hauptobjekt und dem Umfeld. Somit ist auch die Gefahr, dass die Linienführung nicht mehr gegeben ist und das Bild an Spannung verliert.

Manchmal ist es sinnvoll, in der späteren Bildbearbeitung dies zu unterstützen. Sprich, man lenkt hier gezielt wieder den Blick des Betrachters durch Aufhellen und Abdunkeln.
Aufhellen —> Hauptobjekt
Abdunkeln —> Randobjekte

 

Abstraktion

Dies ist ein weiterer Schritt, um das Bild außergewöhnlich zu gestalten.
Wurde während des Fotografierens schon darauf geachtet, dass eine gewisse Symmetrie zwischen Objekt und Spiegelung vorliegt, kann man dies in der anschließenden Bildbearbeitung abstrahieren.

D.h. nichts anderes, als dass man das Bild einfach um 180° dreht. Nun ist der Betrachter noch mehr gefordert, den wahren Inhalt des Bildes zu erforschen.

Somit habt Ihr Euer Ziel erreicht: eine Fotografie, die den Betrachter fesselt.

 

Beispielbilder

Hier habe ich von mir ein paar Bilder, um das Thema Spiegelung zu verdeutlichen:

Fazit

Probiert es doch einfach mal aus. Besonders bei ruhigen Tagen, wenn wenig Wind ist und manche Flüsse und Seen sehr ruhig sind, kann man sehr schöne Symmetrie-Bilder schießen.
Seit kreativ. Nutzt die Möglichkeit für einzigartige Bilder, Hebt Euch von der Masse ab 😉


 

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